Sauerstoffselbstretter, Atemschutz, 30 Minuten

Sauerstoffselbstretter

Sauerstoff-Selbstretter (mit chemisch gespeichertem Sauerstoff)

Sauerstoffselbstretter_K-S30_300

 

Der Sauerstoff-Selbstretter ist das Nonplusultra unter den Atemschutzgeräten. Er ist immer umluftunabhängig und daher für jede Situation geeignet, in der es Probleme mit der Atemluft gibt.  Außerdem ist er klein genug um ständig mitgeführt zu werden. Während andere Systeme  darauf angewiesen sind, dass sich eine ausreichende Menge Sauerstoff in der Luft befindet, und die Luft nur von Giftstoffen gereinigt werden muss, kann die Umgebungsluft beim Einsatz eines Sauerstoff-Selbstretters auch völlig frei von Sauerstoff sein. Theoretisch ist es sogar denkbar, dass überhaupt keine Luft zum Atmen da ist, z.B. unter Wasser. (Für den Einsatz unter Wasser ist der Selbstretter jedoch nicht konzipiert, daher würde dieser außerhalb der Spezifikation erfolgen).

Die einfachste, kleinste und leichteste Form des Sauerstoff-Selbstretters arbeitet mit chemisch gespeichertem Sauerstoff. Dieser ist chemisch in Form von KO2-Granulat gespeichert. Dieses Granulat hat zwei Funktionen: Erstens bindet es das Kohlendioxid der Ausatemluft und zweitens gibt es in einer Reaktion mit der Luftfeuchtigkeit der Ausatemluft Sauerstoff ab.

Beim Ausatmen strömt nun die feuchte Ausatemluft über die KO2-Patrone und sammelt sich in einem Atemsack, der sich dadurch füllt. Danach wird die Ausatemluft auf dem gleichen Weg wieder eingeatmet. Es handelt sich also um eine sog. Pendelatmung. Um zu verhindern, dass versehentlich die möglicherweise giftige Umgebungsluft eingeatmet wird, ist bei Benutzung eine Nasenklemme zu tragen.

Das Prinzip der KO2-Patrone ist recht genial. Es basiert auf der Annahme, dass bei stärkerer Atemtätigkeit auch mehr Sauerstoff verbraucht wird. Bei erhöhtem Atemvolumen kommt auch mehr Feuchtigkeit an der Patrone an und dadurch wird mehr Sauerstoff freigesetzt. Soweit so gut. Das Problem ist nur, dass Menschen unter Streß eine erhöhte Atemfrequenz haben können, ohne wirklich mehr Sauerstoff zu verbrauchen. Das kann dazu führen, dass langfristig mehr Sauerstoff abgegeben wird, als verbraucht wird. Dadurch kann sich der Atembeutel übermäßig aufblähen. Entsprechend muss dann etwas von der Luft abgelassen werden. Insgesamt ist das System immer so ausgelegt, dass eher mehr als weniger Sauerstoff abgegeben wird. So dass der Beutel immer voll ist.

Was passiert nun, wenn man das System benutzen will, und dummerweise vorher ausgeatmet hat? Dann hätte man ja gar keine Luft, um sie in den Atembeutel zu blasen. Daher sollte man bei der Auswahl eines Selbstretters immer darauf achten, einen zu wählen, der auch über eine Starterkartusche verfügt. Diese erzeugt ein ausreichendes Volumen reinen Sauerstoff, der für die Füllung des Systems ausreicht.

Im Gegensatz zur Vollgesichts-Atemschutzmaske ist der Selbstretter sehr minimalistisch aufgebaut. Geatmet wird daher durch einen kurzen Schlauch, an dessen Ende sich ein Mundstück befindet, wie man es vom Schnorcheln kennt. Eine komplette Maske würde den Totraum erheblich vergrößern. Aus diesem Grund werden die Augen auch durch eine extra Brille, vergleichbar mit einer Schwimmbrille geschützt. Wer schon mal eine Schwimmbrille benutzt hat, weiß sicherlich wie schwierig es ist, diese Beschlagfrei zu halten (Tip: Klar-Pilot).


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